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Cardo door vor dem Aus? - IG Metall und Betriebsrat nehmen die geplante Betriebsschließung nicht hin!

Produktionsstandort von Normstahl Garagentoren soll verlagert werden
Moosburg: Ein besonderes „Fröhliche Weihnachten“ schickte die Konzernleitung von Assa Abloy im Dezember an die rund 170 Beschäftigten von Cardo Door Production in Wang/Moosburg. Der Mutterkonzern der Normstahl-Produktionsfirma teilte den Beschäftigten bei einer Informationsveranstaltung im Betrieb mit, dass man plane die Produktion von Normstahltoren am Standort in Wang einzustellen.

Rudi Gallenberger, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Landshut
Nachdem die Geschäftsführung in einer Besprechung dem Betriebsrat und der IG Metall die geplanten Details vorgestellt hatte, erklärte Rudi Gallenberger, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Landshut: „Assa Abloy hat die Vision, Weltmarktführer im Bereich der Tortechnik zu werden und verfolgt zudem auch das Ziel, ein bestehendes, hochmodernes Werk in Schweden besser auszulasten. Deshalb spielt der Standort in Moosburg keine Rolle mehr in des Planungen des Großkonzerns. Dabei hat Cardo Door in Moosburg in den vergangenen Jahren anständig verdient. Aber Assa Abloy stellt sich aber andere Margen vor und erwartet 12 bis 15 Prozent Gewinn. Das vorrangige Ziel ist es nun die Arbeitsplätze in Wang zu erhalten. Dafür werden sich Betriebsrat und IG Metall einsetzen und den Widerstand in der Region organisieren.
IG Metall und Betriebsrat werden die beabsichtigte Betriebsschließung die im dritten Quartal 2012 über die Bühne gehen soll, nicht so einfach hinnehmen. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir uns vehement gegen das Aus von Cardo Door in Moosburg wehren. Im ersten Schritt geht es nun darum das Vorhaben von Assa Abloy wirtschaftlich zu hinterfragen. Zu diesem Zweck hat der Betriebsrat und die IG Metall einen Fragenkatalog erarbeitet und diesen der Geschäftsführung übermittelt. Damit soll geprüft werden, wie es um die Produktivität in Wang überhaupt steht und ob wirklich die Produktionskosten in Moosburg höher sind als an anderen Standorten Seit Januar arbeiten IG Metall und Betriebsrat in Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftsberater daran der Geschäftsführung einen Alternativvorschlag zu präsentieren, der die Erhaltung des Standortes beinhaltet. “Rechtlich können wir eine Betriebsschließung nicht verhindern, aber wir wollen schon Assa Abloy in Erklärungsnot bringen”, sagt Gallenberger.

Giovanni Papaccio, Betriebsratsvorsitzender Cardo Door/Normstahl
Nicht sehr gut zu sprechen ist Betriebsratsvorsitzender Giovanni Papaccio auf Assa Abloy. “Die haben kein Interesse an uns Mitarbeitern, die wollen nur wachsen. Und sie haben uns auch ganz klar gesagt, was sie vorhaben, sie wollen alle 170 Leute vor die Tür setzen - da sind Familien mit Kindern betroffen, Kollegen, die gerade ein Haus gebaut haben.” Der Betriebsrat von Cardo Door werde jedoch alles tun, um das zu verhindern. “So einfach können sie das nicht machen - nicht mit uns”, versicherte Papaccio. Besonders freut sich Giovanni Papaccio über die goße Solidarität, die der Belegschaft von Cardo Door mittlerweile entgegenkommt. Belegschaften aus umliegenden Betrieben und aus ganz Deutschland haben angekündigt den Kampf um die Arbeitsplätze zu unterstützen.

Auch in Moosburg ist man nicht untätig. Am Mittwoch, den 18. Januar 2012 lädt die IG Metall und DGB Ortskartell Moosburg um 17.00 Uhr zu einer Veranstaltung in der Moosburger Gaststätte Zur Länd ein. Dort werden Vertreter der Gewerkschaften und der Betriebsrat von Cardo Door über die Vorgänge berichten und gemeinsam über notwendige Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze diskutieren. Darüber hinaus sollen betriebsübergreifende Aktionen miteinander geplant werden.

Besondere Brisanz und Aktualität erhält diese Veranstaltung dadurch, dass am 18. Januar die nächste Sitzung zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung stattfinden wird. Giovanni Parpaccio erwartet, dass bei diesem Termin die Konzernspitze von Assa Abloy Antworten auf den gestellten Fragenkatalog vorstellt.

Planungen können sich noch verändern - und Fehler lassen sich vermeiden!

Die IG Metall und die Arbeitnehmervertreter bei Cardo Door sind sich sicher dass die Betriebsschließung in Wang Unsinn ist. „Das werden wir begründen und es in den weiteren Verhandlungen mit Assa Abloy auch auf den Tisch bringen. Wir werden alle Möglichkeiten die uns zur Verfügung stehen ausschöpfen, damit die Beschäftigten von Cardo Door auch über das Jahr 2012 hinaus noch einen Arbeitsplatz haben,“ so Rudi Gallenberger
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