„Die Abkehr von unsicherer Arbeit in Leiharbeit und Lohndumping, dafür sichere und gute Arbeit, bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Leben und Bildung und Ausbildung für junge Erwachsene zu erreichen hat sich die IG Metall sowohl in der politischen, aber auch der betrieblichen Auseinandersetzung auf die Fahnen geschrieben.“erläutert Birgit von Garrel, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Landshut. Dafür wird bundesweit auch mit der Roadshow um Unterstützung geworben, so Samstag, dem Ländtor. Eine beeindruckende Kulisse mit Zelt und aufblasbarem Riesen machte viele der Besucher auf die Kampagne aufmerksam. In zahlreichen Gesprächen konnte mit haupt- und ehrenamtlichen Helfern der IG Metall Landshut über die politischen und betrieblichen Rahmenbedingungen und über notwendige Veränderungen diskutiert werden.
Nicht wenige erklärten, dass es endlich Zeit sei, sich verstärkt für die Perspektiven und Interessen der jungen Generation einzusetzen. Durchgängig stellten die Diskutanten sowohl die Ungerechtigkeit der Arbeitsbedingungen wie auch der Bezahlung im Leiharbeitsbereich als Unzumutbarkeit in den Vordergrund. `Wie soll da ein junger Mensch eine Lebensplanung mit Familiengründung und Anschaffungen bewerkstelligen, wenn das Geld noch nicht mal zum Leben reicht und man jederzeit wieder auf der Strasse stehen kann?` argumentierten nicht nur junge Besucher des Infostands.

Die Kampagne der IG Metall fordert: Sichere Arbeit mit auskömmlicher und fairer Bezahlung, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Ausbildungs- und Qualifizierungschancen für alle und bessere Perspektiven für die junge Generation. Die betriebliche Wirklichkeit sieht häufig ganz anders aus: „Massives Lohndumping über Leiharbeit für immer mehr junge Menschen, die keine Perspektive auf Festanstellung und gerechte Entlohnung haben, ist die Geißel dieser Generation“, argumentiert Theo Meisinger, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Landshut
“Wir werden dort konkret handeln, wo unsere größte Gestaltungskompetenz liegt: im Betrieb, in den Branchen und in der Tarifpolitik. Damit greifen wir die Erwartungen junger Erwachsener an ihre Arbeits- und Lebensper-spektiven direkt auf. Ob Leiharbeit, befristete Beschäftigungen, Werkverträge, Dauerpraktika und Arbeitslosigkeit: Junge Erwachsene sind überproportional von unsicherer Arbeit betroffen.” Der Einstieg ins Berufsleben beginne für viele mit Unsicherheit: Für vier von zehn Beschäftigten unter 25 Jahren verlaufe er über Praktika, Leiharbeit oder Teilzeitjobs“, so Bastian Lindenmayer, Jugendsekretär der IG Metall Landshut.
„Sowohl politisch, wie auch betrieblich muss es endlich zu einer Umkehr dieser Situation und damit zu besseren Startchancen für Junge Menschen kommen“, so Birgit von Garrel. Sie begründet weiter: „Einerseits müssen die bestehenden politischen Rahmenbedingungen verändert werden, die diese Praxis des Lohndumpings erst möglich machen, andererseits werden wir als IG Metall auch über Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen zu Ausbildung, Übernahme und Qualifizierung die Chancen junger Menschen weiter ausbauen. Gleichzeitig werden wir mehr betriebliche Lösungen zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Leben einfordern“.